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Hier berichten wir regelmäßig über Bands und Interpreten aus unserem Archiv. Außerdem über alle, die uns bei Konzerten zufällig vors Objektiv laufen.
Live Unplugged im Dolbi (Autor: Dieter + Felix - Erstellt: 2010-01-31)
Sightbill
Jubiläum - mein 10. Mal Sightbill live. Dabei ist die Musik eigentlich so gar nicht mein Fall. Akustik Pop-Rock? Ich bin alter Punker - das passt ja gar nicht. Und doch höre und sehe ich mir Sightbill immer wieder gerne an. Besonders, wenn eine etwas längere Pause dazwischen war, wie dieses Mal. Die Band hat einige richtige Ohrwürmer mit Hit-Potential. Da ich sie so oft gehört habe, fühlen diese Songs sich an wie Top-40 Radio-Hits. Es kam mehrmals an diesem Abend das "Lange nicht mehr gehört"-Gefühl auf, dass man hat, wenn man im Radio solche Songs nach langer Zeit wieder hört. Dann schnell in der hintersten Hinrwinde den Text gesucht und mitgesummt. Wofür braucht man eine Top-40-Band? Sightbill geht auch.
Dalaih Jammin
Auch Dalaih Jammin hatte ich ewig nicht gesehen. Die Herforder haben ebenfalls 2 solche Hit-Kandidaten: Freiheit und Bushfire sind schon extrem geil. Besonders diese beiden Titel haben mir richtig Spaß gemacht. Aber auch sonst war tolle Stimmung. Es waren viele Fans extra für Dalaih Jammin gekommen. So wurde es vor der Bühne ziemlich eng, zu Mal dort sowieso kaum Platz ist. Wie man auch im Video sehen kann, war die Band nicht wirklich konzentriert - aber wen störte schon der ein oder andere Verspieler? Niemanden! Im Gegenteil: Die Jungs, besonders der Gitarrist, waren dank des vorherigen Bierkonsums extrem lustig drauf und das war wichtiger.
Seeds of Sunshine
Extra den weiten Weg aus Aachen angereist waren Gismo und Nick (hoffentlich hab ich die Namen richtig geschrieben) von "Seeds of Sunshine", die ihren ersten Gig in dieser Formation spielten. Ruhige Songs, einzig mit Akustikgitarre und schönem, weiblichen Gesang versehen, sorgten für eine schöne Überleitung zu Last Exit. Da noch so frisch, spielten sie nur 4 Songs, den letzten davon zusammen mit Mo von Last Exit, der Nick in Australien kennengelernt hatte. Wäre schön, wenn sich das Duo mal wieder nach Ostwestfalen verirrt.
Last Exit
Es war soweit, Last Exit betraten die Bühne, ganz schick im Anzug zum erstmaligen unplugged-spielen ihrer Stücke. Und diese neue Seite an Last Exit gefiel dem Publikum. Simon spielte viel mehr mit seiner Stimme, konnte in ruhigen Parts richtig überzeugen. Der Applaus im dann zum bersten vollen Dolbi war dementsprechend laut. Ersatz-Basser Felix war für Fredde eingesprungen und machte seinen Job gut, auch wenn er selbst nicht ganz so zufrieden schien. Nach dem regulären Set durften Last Exit keineswegs sofort die Bühne verlassen, 3 Zugaben mussten her, eine davon wurde von Dalaih Jammin "unterstützt". Selbst ganz am Ende wollte niemand so wirklich gehen, denn es war schon nah dran an Weltklasse, was die Jungs da abgeliefert haben. Deswegen ist es umso schöner, dass es vermutlich noch mehr Gelegenheiten geben wird, Last Exit unplugged zu sehen. Geht hin, wenn es wieder so weit ist! Einen Teil der Einnahmen vom Abend spendeten die Bands leise, still und heimlich an Haiti. Alles in allem ein wirklich runder Arbeit, ein netter Wirt, viele Gäste, gute Akustik - mehr geht nicht!
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