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Hier berichten wir regelmäßig über Bands und Interpreten aus unserem Archiv. Außerdem über alle, die uns bei Konzerten zufällig vors Objektiv laufen.
2 Mal Weltmuik in 3 Tagen (Autor: Ditje - Erstellt: 2011-05-04)
Crystal Pasture beim Kirschblütenfest
2 Konzerte ein Review – dieses Mal passt das so gut zusammen, dass für uns Crytal Pasture den gefühlten Support für die 17 Hippies gemacht haben. In Vorbereitung und Vorfreude waren beide Bands in den letzten Tagen Dauergast in meiner Playlist. Zuletzt hatte ich Crystal Pasture 2007 beim Schweicheln Rockcity gesehen. Viel zu lange her. Damals noch als zartes Quartett, jetzt mit 12 Musikern auf der Bühne. Ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, denn ich hatte die Band einige Male verpasst. Die Abendsonne schien warm auf die Bühne und Crytal Pasture waren gerade angefangen als ich ankam. Viele der neuen Songs kannte ich noch nicht und direkt der 2. Titel „So eine Reise“ trieb mir die Gänsehaut auf Arme und Beine. Das schaffen nicht viele Lieder, jetzt ist es wieder eins mehr. Danach war für mich die Zeit des Stillstands vorbei. Mit Rhythmus im Blut animierte mich jeder Titel zum Mittanzen. Was leider für den Rest des Publikums nicht galt. „Man tanzt nicht auf der Straße!“, sagten sich offensichtlich einige. Zusätzlich störrte es total, dass einige Stände des Kirschblütenfestes bereits abgebaut wurden und 4x während des Konzertes Bullys mit Anhänger direkt vor der Bühne her rollten. Wegen der Zuschauer entsprechend langsam und lange. Besonders nervte der Rote Kreuz Wagen. Dessen Fahrer traute sich auf Grund der Menschen nicht vorwärts und stand Minuten lang direkt vor der Bühne. Auf dem Weg zum Höhepunkt des Auftritts war endlich Schluß mit Stau vor der Bühne. Die Hits wurden aufgefahren und ich konnte mitsingen und -tanzen. Hurra! 2007 fand ich die Band noch ziemlich langweilig. Offensichtlich hat sich die Band mit jedem Neuzugang verbessert. Egal ob Balkan Brass, Shanty, Balladen oder Weltmuik. Klasse Songwriting und starke Text zeichnen die aktuellen Crytal Pasture aus. Am Ende war es ein toller Auftritt mit leider wenig Stimmung bei den Zuschauern. Auch wenn der Applaus ausreichend und voll gerechtfertigt war, eine Party vor der Bühne sieht anders aus. Ich hoffe ich schaffe es zum CD-Release beim Warmenau Open Air am 21. Mai. Dort erwarte ich mehr von den Zuschauern.
17 Hippies im Ringlokschuppen Bielefeld
48 Stunden Umbaupause, dann waren endlich 17 Hippies auf der Bühne. „Kein Wunder musste die Bühne vom Kirschblütenfest in den Ringlokschuppen“. Die Vorfreude war riesig. Das neue Album „Phantom Songs“ hatten wir schon vorbestellt und seit 2 Wochen im Player, die Vorverkaufstickets lagen seit 4 Wochen bereit und ich hatte von 17 Hippies die Erlaubnis zu filmen (2008 hingen überall Fotografier- und Filmverbot-Schilder). Die Support-Band wirkte auch noch nach. Beste Stimmung also. Der Ringlokschuppen war wieder perfekt gefüllt. Zuschauer bis in die letzte Reihe, aber so, dass genug Platz zum Tanzen war. 17 Hippies starteten mit 2 ruhigen Songs vom neuen Album. Mit dem 3. Stück „Frau von ungefähr“ begann dann eine Party-Phase mit schnelleren Titeln aus den letzten 4 Alben. Ich kannte alle, da macht ein Konzert noch mehr Spaß. Für den ersten mir unbekannten Titel muss ich mich nicht schämen. Er wurde mit „Das nächste Lied gibt es auf keiner Platte, aber wir spielen es trotzdem“ angekündigt. Apropos Ankündigungen – diese waren einfach Klasse. Am Besten war die Geschichte der Fahrt von Italien über die Pyrenäen nach Frankreich wo sie von der Polizei angehalten wurden. Passender Weise enthielt die 2. Textzeile des folgenden französischen Titels das Wort „politesse“. Mit meinem Spruch „Das passt ja gut“ habe ich mich dann voll in die Nesseln gesetzt. Mit Polizei hat das so wenig zu tun wie Italien mit den Pyrenäen – politesse ist Höflichkeit. Eins zeichnet 17 Hippies besonders aus: Die Instrumentierung. 12 Musiker und weder Schlagzeug noch E-Gitarre oder E-Bass. Den Rhymus haben die meiste Zeit die Fans klatschend übernommen. Richtig geil war es, als Christopher die Klatsch-Regie übernahm. Habe ich gerade die Zuschauer gerügt, muss ich dieses mal loben. Das war echt Klasse und ist mit Worten nicht zu beschreiben. Da muss man dabei gewesen sein. Nach gut 2 Stunden kam die Band zur 2. Zugabe um „Adjeu“ zu sagen. Nach dem Konzert habe ich unerwartet viele Bekannte getroffen. Alle waren hellauf begeistert und wie wir auch beim letzten Mal da. 17 Hippies sind auf jeden Fall mehrere Wiederholungen wert! Ich hätte gerne noch „Hotel Cazane“ gehört. Das mache ich jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe.
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