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Comander Keen - Godforsaken (Autor: Felix - Erstellt: 2008-07-27)
Das Debüt.
Commander Keen, am Gesang mit Andre (Ex-Villa Tanja), sind recht frisch gegründet, man merkt aber, dass hier einige Mitglieder wohl schon Banderfahrung haben. Professionell aufgenommen klingt das Ganze fett und macht Lust auf mehr.

Für 4 Songs ein Intro und ein Interlude zu machen ist schon mutig. Heutzutage auf die Metalcore-Schiene aufzuspringen wollen ebenso. Aber einen Schritt nach dem anderen. Das Intro erinnert mich ein wenig an die Sounds die die eingebauten Cubase-Sequenzer so bringen. Also eher billig. Und eigentlich auch nicht nötig, denn mit „Godforsaken“ geht’s nach dem Plastikintro voll nach vorne. Der Song hätte keine Introduction gebraucht, aber wofür gibt’s Skip-Tasten.

Es geht also mit Vollgas los, klasse Sound mit drückender Bassdrum, Gitarrenriffs die nicht matschig klingen und doch drücken und nach ca. 30 Sekunden ein Riff, das sehr frisch klingt, Spaß macht und auch im ganzen Song noch ein paar Mal auftaucht. Auch die übrigen Parts des Songs sind gut gespielt, aber eher nichts was man so nicht schonmal gehört hat. Ab ca. 1:30 geht’s dann in die Strophe, die musikalisch eher simpel sind, dafür aber mit sehr coolen Screamo-Gesang überzeugen können. Die Strophe schön kurz, ballert der Refrain voll rein, um mit einem Beatdown zu enden. Dann geht’s weiter im Gerüst, ich zähl jetzt mal nicht jeden Teil einzeln auf.

Nächster Song ist die „Love Hate Relationsship“. Hier kommen erste Schwächen im Songwriting zu Tragen. Etwas unoriginell das Ganze. Der cleane Gesang ist zwar eine nette Abwechslung, aber qualitativ weit weg vom Screamo-Teil des Songs. Besonders die Melodie und ein wenig auch die englische Aussprache sind verbesserungswürdig, denke aber, dass könnte in Zukunft besser klappen. Der Zwischenpart ab Minute 2 offenbart die musikalische Langeweile des Refrains (dieser wird da ohne Gesang wiederholt). Dann gibt’s schon wieder so ein Cubase-Synthie Interlude... muss nicht sein... dann lieber gute Elektrosamples in die Songs einbauen.

Wenigstens gibt’s danach aufs Maul mit einem Blastpart und netten Licks von Gitarrenseite aus. „Armaggedon Maschine“ nennt sich das Stück. Leider überzeugt hier auch der cleane Gesang nicht so ganz (ein paar Stellen zeigen aber, was möglich ist) und ab und an fehlt die Frische vom ersten Track. Da hilft auch der unverzerrte Gitarrenpart um die 2. Minute rum nichts.

„The earth stands still“ bedient das Weltende Klischee textmäßig ganz unoriginell, ist sonst aber ein richtig fetter Song. Hier ist der cleane Gesang wirklich überzeugend (im Refrain nicht ganz, aber sonst). Es geht flott zur Sache, mit schönen Melodien, neuen Ideen, wie dem krassen Break um 2:15 m und einer gesunden Mischung aus Geschrei und Gesang. Und am Ende sogar Sprechchören.

Abschließend bleibt zu sagen:
Textlich überzeugt mich das ganze leider nicht: Die Zeile „Ashes to Ashes, Dust to Dust“ (Armaggedon Maschine“) z.B. haben nicht erst uncover das erste Mal in Ihre Text eingebaut, auch sonst wirken die Texte eher erzwungen und eben wie von einem Deutschen geschrieben. Weniger Klischee und einfach bisschen länger dran feilen.

Doch sonst haben Commander Keen viele mögliche Fettnäpfchen einer ersten Scheibe bzw. einer Bandneugründung übersprungen und legen ein gutes Debüt hin. Gesang ist zu vielen Teilen klasse, Gitarren überzeugen auch, wenn sich das Niveau neuer Songs komplett den Höhepunkten dieser Demo anpasst, kommt das was ganz großes auf uns zu. Im Player: Snippets von Godforsaken, Love Hate Relationsship und The earth stands still
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[31.07.2008] Andi
..dann sollst du eine bekommen, ich sag bescheid wenn sie fertig sind...

[31.07.2008] uncover
ich mag die songs... aber so richtig sagen kann ich das erst, wenn ich das ding beim autofahren mehrfach gehört habe! zu diesem zweck werde ich mir wohl den output auch im original zulegen und nicht nur als download auffer festplatte...

[28.07.2008] Andi
@felix: dank dir für die netten worte... @eggi: magst de die songs auch so oder nur von der quali? ;-)

[28.07.2008] Felix
Und ob ich die kenne ;) da macht mir keiner was vor. Jau die Qualität is dick, aber mittlerweile scheinen das viele Metalbands hier hinzukriegen.

[28.07.2008] uncover
Yeah!! Der Felix kennt die alten uncover-Alben!! ... zum CK-Output muss ich sagen, dass ich die Qualität der Aufnahme für ein Demo mächtig geil finde! eggi
http://www.myspace.com/uncovermetal

Comander KeenComander Keen sind eine 4-Mann starke Metalcore Band aus Löhne/Ostwestfalen. Seid 2007 versuchen die Jungs von Comander Keen ihre Skills kontinuierlich zu verbessern und dabei ihren eigenen Stil zu kreieren, der sich mit einem Arsch voll Mosh und vereinzelten Metalparts in vielen Hardcoreecken wiederfindet. Im Frühjahr stieß Simon zu Band, mit dem das finale Lineup schlussendlich komplettiert wurde. Im Juni 2008 die erste Veröffentlichung in Form der 6 - Track EP "Godforsaken" und mit dem festen Vorsatz, jede verfickte Bühne Europas zu stürmen werden Comander Keen die Scheiße fett rocken und euch ordentlich was auf die Ohren geben. Zudem sind Comander Keen auf dem aktuellen German Core Sampler vertreten der von dem Label Allcore Records veröffentlicht wurde. Weiter auf der Homepage
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