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Hier berichten wir regelmäßig über Bands und Interpreten aus unserem Archiv. Außerdem über alle, die uns bei Konzerten zufällig vors Objektiv laufen.
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Pay for Play - Lösung oder Abzocke? (Autor: Dieter - Erstellt: 2008-11-14)
Der neue Trend bei Veranstaltern
Was teilweise in Großstädten schon seit einiger Zeit üblich ist, schwabbt nun auch zu uns nach Herford über. Das sogenannte Pay for Play. Dabei gibt es 2 Methoden:
  • Die Konzerte werden als Contests veranstaltet und die Bands müssen eine Startgebühr bezahlen.
  • Die Bands werden vertraglich verpflichet eine vorher bestimmt Anzahl Eintrittskarten vom Veranstalter zu kaufen. Diese können sie dann abzüglich einer Provision an ihre Fans verkaufen
In beiden Fällen muss die Band in ihre Kasse greifen und es ist fraglich ob die Ausgaben wieder rein kommen. Auf der anderen Seite geht es den Veranstaltern ähnlich.
Die Situation der Bands/Musiker
Welche Band kennt das nicht. Man kommt einfach nicht über das eigene Einzugsgebiet hinaus. 100e Bewerbungen bei Clubs und Veranstaltern werden abgelehnt oder gar nicht erst beantwortet. Mit Pay for Play erhöhen sich die Chancen enorm. Im Ergebnis bleiben den Bands 2 Möglichkeiten.

Sie setzten Himmel und Hölle in Bewegung und versuchen Tickets an ihre Fans zu verkaufen. Um anschließend mit der ganzen Meute in einem Reisebus zum Konzert zu fahren.

Die Tickets werden gekauft und das Minus bewusst eingeplant. Das funktioniert nur bei einer fetten Bandkasse oder finanzieller Unterstützung von außerhalb.

Beide Optionen haben einen bitteren Beigeschmack. Im ersten Fall spielt man doch wieder vor den eigenen Fans, nur woanders. Die zweite Option führt dazu, dass nur noch Bands mit viel Geld spielen. Die Hallen bleiben trotz verkaufter Karten leer.
Die Situation der Veranstalter
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es immer schwerer geworden ist Konzerte zu veranstalten ohne ein Minus einzufahren. Es gibt zur Zeit nahezu überall ein Überangebot an Konzerten und Bands. Es hat sich ein gegensätzliches Verhältnis von Angebot und Nachfrage entwickelt. Die Nachfrage aufzutreten ist viel höher als das Angebot der Möglichkeiten. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage bei den Fans nicht größer geworden, dafür aber das Angebot an Konzerten

Besonders bei kleinen Konzerten sind Veranstalter darauf angewiesen, dass die Bands sich bei der Werbung engagieren. Leider fehlt es oft genau daran. Das finanzielle Risiko ist für die Veranstalter unkalkulierbar geworden. Mit dem Pay for Play-System werden die Musiker dazu gezwungen sich zu engagieren oder zu zahlen.
Fazit
Als Veranstalter begrüße ich diesen Trend. Allerdings mit Skepsis. Denn auf diesen Zug springen auch viele Abzocker auf. Die Tickets werden verkauft bzw. eine Startgebühr eingestrichen. Die Gegenleistung für die Bands fällt dann oft mehr als sparsam aus.

Wir werden bei openbeats-Konzerten ab 2009 einen ähnlichen Weg auf freiwilliger Basis einschlagen. Die Alternative wäre ein Ende aller Konzerte.

Der ehrlichste Weg ist immer noch durch Qualität zu überzeugen. Dass man, auch ohne Geld zu zahlen, deutschlandweit die Bühnen rocken kann haben in den letzten Jahren besonders 2 Bands aus unserer Gegend gezeigt: Filipps Firma und Blood Spencer haben dauernd volle Tourpläne und das Deutschland weit!

Wie ist eure Meinung?
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[13.02.2009] openbeats
Bevor jemand was in den falschen Hals bekommt. Ich wollte hier auf keinen Fall abrechnen! Dann müssen wir uns als Veranstalter die größte Schelte geben. Denn das 4. Drittel fehlte komplett. Der einfache Herforder Live-Musik-Fan. Das war unsere Aufgabe als Veranstalter.

In Ochtrup gibt es diese Szene, in Herford muss man sie suchen. Wie Basti schon geschrieben hat, ist das Problem komplexer und unkalkulierbar geworden. Man könnte so einfach rechnen: 4 Bands und Veranstalter bringen jeweils 30 Fans. 150 Zuschauer ist eine angenehme Größe. Aber so einfach ist das leider nicht.

Trover haben Flyer verteilt, die Termine bei last.fm und mySpace gelistet und am Samstag noch einen Newsletter raus gehauen. Wir haben Flyer verteilt, Plakate aufgehängt, einen kleinen Bericht in der NW gehabt, waren im Ultimo Termin-Kalender und haben Online jede Menge gemacht. Ich glaube man kann keinem einen Vorwurf machen! Loben möchte ich aber dürfen :-)

[18.11.2008] Felix
Sauber, dass hier mal ordentlich diskutiert wird. Ist ein gutes Thema Dieter :) Ich bin in einem gewissen Rahmen auch dafür, dass Bands finanzielles Risiko mit teilen sollten, da sie sich dann vielleicht mehr anstrengen. Nur MySpace-Werbung ist eben nicht ausreichend. Generell ist Pay for Play auch für viele Bands in Deutschland sehr interessant. Ist nur dann blöd, wenn am Ende doch keiner kommt. Das tötet die Stimmung. Große Headliner holen ist eine Idee, das fällt aber leichter, wenn man ein Jugendzentrum mit Stadtförderung hinter sich hat, als wenn es an die eigene Tasche geht. Viele Bands sehen es als Selbstverständlichkeit an, spielen zu dürfen und merken nicht, wenn dem Veranstalter bei nur 20 Besuchern die Muffe geht ;) Im Elfenbein geht es besucherzahlenmäßig (außer wenn amibands spielen :D ) gar nicht mal so schlecht. Wenn sich die Band aber hinstellt und sagt: Im Elfenbein geht ja eh nix, dann geht auch nix ;) ANPACKEN!

[18.11.2008] openbeats
Oh die Idee die Bands komplett mit einzubeziehen finde ich äußerst interessant. 4 Bands + Veranstalter. Alles geteilt durch 5 - Gewinn und Verlust. Apropos - so schlecht war der Elfenbein-Abend gar nicht! Finanziell sogar einigermaßen ok.

Aber endlich mal wieder 3stellige Zuschauerzahlen - wenn auch inklusive Bands ;-) Es hätte nur etwas voller sein dürfen. Da schlug das Rauchverbot zu. Es waren immer einige draussen, die drinnen fehlten.

[18.11.2008] Andi
Erstmal: Dieter, vielen Dank für den Beitrag! Du scheinst den Nerv getroffen zu haben. Mal ein Grund sich mit der eigenen Bereitschaft auseinander zu setzen. Das Problem liegt meiner Meinung nach in folgendem begraben.Wir setzen und hier mit der Gegenwart auseinander. d.h. das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Wie hätte man das also verhindern können und vor allem wie kommen wir wieder dahin.Zusammenrücken ist die Antwort. Beispiel 1: Rock im RAPS. Alle Bands beteiligen sich an der Planung. Zwar kommen die finanziellen Mittel vom JZ aber jeder ist irgendwie an der Sache beteiligt. Find ich super, geht aber net immer.Nachteil: Auch ein JZ oder sonstige Veranstalter können das nicht 12 mal im Jahr machen und haben auch net die Kohle dafür son riesen Ding aufzuziehen. Beispiel 2: Bands organisieren zusammen ein Konzert und teilen sich das finanzielle Risiko. Vorteil: Im Interesse jeder Band ist es kein Geld zu verlieren also mehr Engagement. Nachteil: Überangebot an Konzerten sprich mehr Events als Leute die Zeit und Geld haben sie zu besuchen. Ich behaupte wenn z.B. Uncover, Samara, Wabbleg und Wir (CK) in die Programmgruppe der Druckerei (oder anderen Veranstalter) gehen würden und ein Konzept für ein Konzert mit eben genannten Bands vorschlagen würden, z.B. Zocken auf Eintritt mit Eigenarbeit (Flyerdesign, Übernahme der Finanzierung des Caterings usw.) ist das eine ganz andere Herangehensweise die auch von seiten der Veranstalter sicher honoriert wird. Denn der hat "nur" die Personalkosten die er durch Getränkeverkauf kompensiert. Als Idee für unabhängige Veranstalter wie Dieter würde ich Aufgaben an Bands delegieren. Sprich wer mitzocken will muss was tun. Tut er dies nicht war dass das letzte mal dass er unter der Flagge von z.B. Openbeats gespielt hat. Ausgenommen natürlich "größere" Bands die gebucht wurden.
http://www.myspace.com/comanderkeenrock

[18.11.2008] uncover
ey dieter, ich weiss auch nicht woran das liegt, aber das e-bein hat als veranstaltungsort an sich nen etwas schlechten ruf, glaube ich. schlechter sound, etc aber auch viel haltloses geschwätz. ich find das e-bein von der location an sich richtig geil und freue mich, dass openbeats so viel veranstaltungen dort plant. das herforder problem ist wie schon beschrieben, das fehlende interesse am rest der bevölkerung. beim metal-mojo, lübbecke oder im anne frank haus, minden, teilweise auch bei der rockbar, bünde gibt es soetwas wie "stammgäste", die einfach kommen, weil es samstag ist und bier zu trinken gibt. lokale bands haben erstmal folgendes problem: die heimischen steckdosen wurden schon so häufig abgeklappert, dass die leute sich sagen: warum zu band sowieso nach xy fahren, wenn die doch in ein paar monaten eh wieder in unserem dorf spielen. hypen tun am anfang nur neue bands. mit der zeit wird das neue aber zur rutine... also geht band sowieso los und sucht nach auftrittsmöglichkeiten außerhalb der heimischen region. wenn dann pay for play angesagt ist und die band karten kaufen muss, ist sie am arsch. sie will ja nun woanders spielen um fremdes publikum zu gewinnen und nicht die eigenen fans in fremde orte zu karren... und nen bandwettbewerb is auch nicht so pralle, wenn niemand einen kennt. nichtsdestotrotz finde ich eine risiko-beteiligung der bands an einem konzi-abend nicht schlecht! darüber sollte nachgedacht werden. denn beteiligung kann auch gewinn für die band bedeuten!
http://www.myspace.com/uncovermetal

[17.11.2008] Wabbleg
Und genau solche Leute braucht man! Der Grundgedanke, Bands mit in die finanzielle Verantwortung für Konzerte zu nehmen, is ja nicht verkehrt und wirkt häufig bestimmt motivierend. Das Ganze aber eben eher auf einer Szenebasis, wo es auf Sympathie und gegenseitiges Engagement ankommt, und nicht auf das aufwendigste myspace-profil und den professionellsten PR-Auftritt. Die Jungs von Blood Spencer konnten auch nur so an Kontakte und volle Schedules kommen: den Arsch aufreissen, musikalisch wie beim booking! Dazu das passende Quentchen Authentizität und Spielfreude (auch vor 10 besoffenen Pennern) und das Tröpfchen right place, right time: fertig ist die Erfolgsstory! Aber solche Bands würden auch weitermachen, wenn ständig nur 10 Leute die Konzerte besuchen würden, einfach, weil\\\'s deren Lebenseinstellung ist! Das macht für mich viel von der Qualität einer Band aus. Und Danke für's Lob, ich werd hier ja verlegen:-)

[17.11.2008] Wabbleg
Um hier nochmal ne Lanze für Trover zu brechen: Die Jungs haben selber das Rock am Rind jahrelang aus dem Boden gestampft und spielen weitaus häufiger und bei dickeren Venues als wir. Mangelndes Engagement kann man den Jungs nich vorwerfen (was bestimmt auch keiner so gemeint hat). Und dass wir bei 3 Gigs im Monat auch drei Busse füllen könnten, ist vollkommen utopisch. Übrigens: Danke nochmal an die Jungs von Stronger than Emo und Remain Nameless (dringend aufnehmen, Dieter!!!), gute Kumpels von Trover, die ca 1/4 unseres Buses gefüllt und die Party gut vorangetrieben haben! EEIIN LEEEBEN LAAANG....(insider).

[17.11.2008] openbeats
Da habe ich mich vielleicht etwas knapp ausgedrückt. Die Zuschauer bestanden Samstag aus ca. 1/3 Wabbleg-Bus 1/3 Blood Spencer-Fans, 1/3 Trover und Revage zusammen. Mit den Bookings habe ich wohl falsch gelegen. Sorry!

[17.11.2008] sebastian
Hallo, 1.) der dank an den bus gehört allein wabbleg, da hatten wir nichts mit zutun. war super geodert und ich denke auch bis auf fast den letzten platz belegt. das zeigt auch wieder das mit nen bisschen arbeit sowas geht. dickes danke nochaml, hatte selber ne menge spaß im raketenbus ^^ 2.) die lokalen sachen machen wir selber, aber alles was über münsterland bzw nrw hinausgeht macht eine argentur. das thema pay for play kannte ich bisher nur aus berlin. wir waren mal dort als support von as we fight. im vorprogram waren dann auch 2 lokale bands aus berlin die jeweils 30 karten vom veranstalter kaufen mussten. anscheind haben sich die jungs nit so clever angestellt denn mehr als 3/4 der karten sind die bands nicht losgeworden. bei der show waren allerdings 170 leute. da denk ich mir auch nur noch, mhhh. an sich find ich diese vorgehnsweise scheiße.

[17.11.2008] Wabbleg
Mir stößt diese pay for play sache eher sauer auf. Wenn man hier von draufzahlen spricht, sollte man doch auch die Investitionen für Equipment, Proberaummieten etc. sehen, die wohl keine Lokalband realistisch wieder einspielt. Das Stichwort Szene passt meiner Meinung nach perfekt. Von musikalischem Lokalpatriotismus oder mit Edding geschmierten Support your local scene-Schriftzügen ist wirklich keine Spur mehr. Da sind wirklich die Bands gefragt, den Arsch hochzukriegen und Werbung zu machen. Aber die Szene bestand eben immer nicht nur aus bands und fans, sondern eben auch aus Veranstaltern, die, wie die bands, kein kommerzielles Ziel verfolgt haben, sondern Bock drauf hatten (die, die eben nich mal 3 Akkorde auf der Gitarre hinbekommen haben und deswegen Veranstalter geworden sind^^). Und da kommt auch schon mein Vorschlag: Die Veranstalter sollten klipp und klar die bands mit ins Boot holen! Es geht schließlich erstmal darum, mit seinem Hobby Spaß zu haben und abzufeiern! Konkret: Keine Absprache von Gagen oder Garantien auf Spritgeld, begrenztes Backstage-Bier (du meinst es doch immer recht gut, Dieter^^) und falls die Veranstaltung baden geht, eine faire Aufteilung des Risikos. Bei nem Konzert im Cafe Sputnik in Ms zum Beispiel geht man mit ca 250 € in Vorleistung,für Location+Backstageverflegung. Bei 3 Bands und einem Veranstalter wäre das ein maximales Risiko von 62,50 pro Partei bei 0 zahlenden Gästen. Das sollte einem das Hobby doch wert sein oder? Natürlich sind evtl. Gewinne ebenso fair zu teilen. Jetzt kann man im Einzelfall wieder diskutieren, ob man bei Headlinern wie Blood Spencer gestern gestaffelt größeres Risiko gegen größere Gewinnbeteiligung aufrechnet oder ähnliches. Nebenbei: Da hast du irgendwas falsch verstanden, Dieter. Blood Spencer sind bei Todays-hate-booking, bzw. nutzen deren Namen und Kontakte. Vieles macht Sebastian selbst, aber an die großen Dinger mit z.B. Caliban, Born from pain etc. kommt man nich ohne Connections zu Labels.
http://www.wabbleg.de

[16.11.2008] BB
die lösung des problems ist also alles andere als leicht und kurzfristig zu erreichen. man muss wohl drüber nachdenken, verstärkt konzerte mit einem richtigen (!) headliner zu machen und die lokalen bands, die im vorprogramm spielen, umfangreich in die planung und werbung einzubeziehen. konzerte mit nur lokalen bands müssen gut ausgewählt sein. am besten mit mindestens zwei bands die noch auf verschiedene schulen vor ort gehen und einem special (cd release oder ähnlich). bands müssen sich wieder vermehrt als kopf eine lokalen und gemeinsamen szene profilieren, nur so werden lokalbands wieder cool. wer sich nur bei seinem eigenen konzert für lokalbands interessiert, kann kaum erwarten, dass es eine lokale musikszene gibt. entsprechend muss das publikum, solange das so ist, durch headliner von außerhalb angelockt werden...

[16.11.2008] BB
Damit fallen also die naheliegendsten und einfachsten erklärungen schonmal raus. sie zusammenhänge sind komplexer. wichtige faktoren sind: 1.) veränderungen im freizeitverhalten von jugendlichen. viele stehen heute nunmal leider auf vorgefertigte, kommerzielle freizeitangebote und haben auch das geld diese zu bezahlen. konzerte mit 3-4 kleinen bands reichen oftmals nicht mehr um ein breites publikum zu locken. es gibt viele alternativen, das lokalbandfestival ist nicht mehr die einzige wochenendbeschäftigung. die leute die livemusik eh nicht zu schätzen wissen, gehen in die disko. die anderen können sich freuen, dass dank katastrophaler cd-verkäufe die großen (berufs-)bands mittlerweile auf nahezu unendliches touren angewiesen sind und fast jedes wochenende in einer leicht erreichbaren stadt eine große band spielt. 2.) punkt 1.) scheint eigentlich eine ganz angenehme erklärung zu sein: wir können nichts dafür, die jugendlichen haben sich nunmal geändert. das blöde an der sache: die ursache ist erkannt, dass problem lässt sich aber nicht lösen, denn "die jugend" kann man ja nicht mal so gerade eben nebenbei ändern, wie man die schuld auf eine einzelne band oder einen veranstalter schieben kann. aber schonmal drüber nachgedacht, dass sie meisten bandmitglieder selber zu dieser jugend gehören? geht ihr am wochenende noch auf konzerte von lokalen bands oder nutzt ihr nicht auch, wenn ihr nicht gerade selber ein konzert habt, lieber andere freizeitangebote (rockstarkonzerte oder disko)? kümmert ihr euch darum, dass so etwas wie eine szene entsteht bzw. am leben erhalten wird? sowas entsteht nicht im proberaum. wer sich nicht authentisch in einer szene engagiert, kann nicht erwarten, dass am wochenende wie aus dem nichts viele leute kommen und einen wie einen rockstar behandeln. das mangelnde engagement an der basis können auf noch so große ziele nicht kompensieren. keine szene = die engsten freunde als einzige, bald genervte konzertbesucher.

[16.11.2008] BB
vielleicht sollte man hier mal die perspektive wechseln und bei der ursachensuche ein bißchen weiter über den tellerrand schauen. aus meiner sicht stellen sich ganz andere fragen.

ich denke jeder hat in den letzten jahren bemerkt, dass auf konzerten mit kleinen bands oftmals nicht mehr so viel los ist.

aber haben die bands früher wirklich mehr leute gezogen, weil sie besser waren? sich mehr "reingehängt" haben bzw. mehr "reißen" wollten? die werbung besser war?

wer sich die situation wirklich anschaut, muss alle drei fragen mit nein beantworten. aus meiner sicht ist klar:

1. wieviele leute wegen einer band wirklich kommen, hat recht wenig mit ihren musikalischen qualitäten zutun. bei kleinen bands sind viel wichtigere faktoren: geht die band noch zur schule und bringt womöglich die halbe jahrgangsstufe mit? ist die band authentisch und in einer lokalen szene verwurzelt? musikschulbands, die sich wegen ihrem rumgefrickel nur selbst auf die schulter klopfen, aber sich vom proben abgesehen eigentlich garnicht für eine lokale szene interessieren oder einsetzen werden immer nur ihre engsten freunde zum konzert locken und nach 5 konzerten haben die dann auch keinen bock mehr...

2. das problem allein auf einen mangelnden ehrgeiz der bands zurückzuführen kann es wohl auch nicht sein. musik ist nunmal für die meisten bands ein hobby und sie stehen auch nicht unmittelbar vor dem großen durchbruch. das war auch "früher" so, trotzdem kamen leute zu den konzerten.

3. bei der werbung hat sich die situation im vergleich zu früher sogar deutlich verbessert: flyer müssen nicht mehr kopiert und ausgeschnitten werden, sondern können günstig gedruckt werden. myspace, studivz, etc. erlauben sogar eine effektiven und bequemen weg zu werben. dass es mal eine band oder ein veranstalter verpeilt ausreichend werbung zu machen war schon immer so und erklärt mit sicherheit auch einzelne schlecht besuchte kontert, mit sicherheit aber nicht die generelle tendenz zu leer
http://www.shitletter.tk

[16.11.2008] openbeats
2.) Draufzahlen - ich möchte gerne, dass niemand draufzahlen muss. Ich bin persönlich im letzten Jahr etwas blauäugig ins Veranstaltungsbusiness eingestiegen. Ich wollte Bands aus dem Archiv auf die Bühne holen. Dabei war es mir wichtig, dass auch Bands von außerhalb spielen können. Mein Minus, das ich seit dem ersten Konzert am 30.9.07 aufgehäuft habe ist mittlerweile 5-stellig. Busfahrten zu organisieren ist in der Tat schwierig. Wabbleg haben es gestern geschafft. Zusammen mit Blood Spencer haben sie gut 2/3 der Zuschauer gezogen. Die beiden lokalen Bands waren dagegen entäuschend. Wenn jede Band gerade mal um die 10 Fans zieht, helfen auch keine Sponsoren, denn bei so wenig Leuten macht es keinen Spaß.

Da steht eher die Frage im Raum, ist die Band überhaupt das Spritgeld wert. Meine Freundin hat es auf den Punkt gebracht: Sie möchte ihre Bilder gerne für 500 € verkaufen. Aber wert sind sie nur das, was ein Kunstfreund bereit ist zu zahlen. Eine Band ist das wert, was sie an Fans zieht.
P.S. Ab sofort können 2000 Zeichen eingetragen werden.

[16.11.2008] openbeats
Nach dem gestrigen Abend muss ich mich auch noch einmal dazu melden. 1.) Blood Spencer und Filipps Firma. Dass die beiden Bands eine Bookingagentur im Rücken haben sieht nur so aus. Die Booking Agenturen werden von den Bands selbst betrieben.
http://www.openbeats.de/catalog/

[14.11.2008] Droke
ich stehe übrigens gern für weitere infos was "sponsoring" angeht zur verfügung! =) nur ganz in die karten schauen lasse ich mir natürlich nicht! :P

[14.11.2008] Droke
so...der platz reicht einfach nicht! :D also...was ich so weiß, haben blood spencer und fillips firma doch auch nur so viele gigs, weil sie booking agenturen im hintergrund haben. was ich so weiß, sogar nicht grad die kleinsten. selbst sowas als "normale" band zu bekommen, ist schon wie 6er im lotto.

[14.11.2008] Droke
ich denke, die veranstalter sollten sich viel lieber sponsoren angeln! als ich das "metal mojo" gemacht habe, war das mein erster gedanke. und die firmen sind auch (zumindest bei uns in lübbecke und drum herum) bereit dazu. sponsorengeld bekommt man locker, wenn man "professionell" als veranstalter auftritt. nettes anschreiben mit einem gehoben ausdruck - dann bekommt man sogar unternehmen an die angel, die einen umsatz von weit über 2 mrd. euro machen. beim metal-mojo hat das funktioniert.

[14.11.2008] Droke
ich finde diesen trend sehr beunruhigend. als Band muss man sowieso meistens "drauf zahlen" - allein schon durch die benzinkosten bei einem gig, der weiter weg ist. wir haben dieses thema auch mal in unserer band besprochen. wir machen bei solchen sachen nicht mit. selbst wenn man die karten verkauft bekommt - wenn man dann einen reisebus einsetzen will, dann kostet das noch mal richtig scheine. so ein bus ist sehr teuer (weiß ich aus eigener erfahrung).
http://www.myspace.com/samarametal

[14.11.2008] Alex|samara + metal mojo
mhm..also ich sehe das ganze auch mit skepsis! "man zahlt sowieso schon drauf" wenn man weiter weg n konzert spielen will. wenn ich die kosten für einen reisebus sehe, dann lohnt sich sowas nur ab 30 leuten. (ich hab mal versucht eine fahrt nach wacken mit bus zu organisieren). selbst dann sind die buskosten auch noch recht hoch. das teuere is nämlich der busfahrer und der diesel. aber gut. wir haben sowas in unserer band auch mal besprochen. wir kamen zu dem ergebnus, dass wir sowas nicht
http://www.myspace.com/samarametal

[14.11.2008] Andi
Entweder man will was reißen oder auch nicht. Wer nicht nur 3 mal im Jahr auftreten will der muss halt auch n bisschen was machen. Fressen oder gefressen werden. Und als Weißheit letzter Schluß: Wer keine Leute zieht der ist für Veranstalter uninteressant egal wie geile mukke er macht! Wirtschaftlich macht das Sinn.
http://comander-keen.de

[14.11.2008] dieter
Schlecht finde ich die Idee auch nicht. Aber es muss fair bleiben. Für beide Seiten: Veranstalter UND Bands.
http://www.byteware.de

[14.11.2008] Andi
Ich finde die Idee garnicht schlecht. Was mussten wir früher als es Myspace noch nicht gab Plakate kleben und zettel verteilen. Heute ruhen sich die Bands doch schön aus. Warum sollen se nicht losgehen und Karten verkaufen??? Wer will ne Band sehen die keine Leute zieht? Ist das nicht ein Qualitätsmerkmal? Ich denke Bands die nichts tun haben keine Fans verdient! Im Umkehrschluß ergibt sich mein Statement!

Datum Beitrag
2008-11-14Pay for Play - Lösung oder Abzocke? (K)
2008-06-01444 Gigs und Band-Contests (K)
2008-02-22GEMA oder genma net? (K)
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